Als sich im Lande die Situation wieder einmal verschlechterte, die Menschen keine Arbeit hatten, viele Hunger litten und die, die noch etwas besassen, unzufrieden waren, drang der Lärm des aufbegehrenden Volkes bis hinauf in den Palast. Der Kaiser bekam es mit der Angst zu tun, er rief Meister Ho zu sich und fragte ihn: «Bist du bereit, mir zu raten, wie ich die im Lande bestehenden Schwierigkeiten bekämpfen kann?» «Ja, dazu bin ich bereit», sagte Ho. «Worin bestehen denn deine Schwierigkeiten?» Und der Kaiser begann mit einer Aufzählung all jener Dinge, von denen er wusste, dass sie im Lande nicht gut waren. Zu jedem Punkt besprach er sich mit dem Meister. Der gab Hinweise und machte Vorschläge, aber jedesmal erhielt er vom Kaiser die Antwort: «Das habe ich schon versucht, das geht nicht» oder «da glaube ich nicht daran, dass es sich bewähren wird». Und so verbrachten sie den ganzen Nachmittag.

Am Ende fiel dem Kaiser nichts mehr ein, und auch Meister Ho schwieg. Bis dieser sich erhob und im Aufstehen zum Kaiser sagte: «Ich habe dir versprochen, dir gegen deine Schwierigkeiten zu helfen. Was du jetzt verlangst, ist etwas anderes. Ich soll dir gegen deine Liebe zu deinen Schwierigkeiten helfen, und gegen die komme ich nicht an.» Und mit diesen Worten verliess er den Raum.


Über die Bekämpfung von Schwierigkeiten