Zu einer Zeit, in der die Menschen zu wenig Geld hatten, um Meister Hos Dienste der Weisheit zu bezahlen, musste er sein Leben beim Teppichhändler Li Bin als Verkäufer verdienen. In Yaolin, wo Ho zu dieser Zeit lebte, gab es zwei Teppichhändler, die sich gegenseitig die Kunden abjagten. Und wie es der Zufall so will, war ein Nachbar Hos Verkäufer beim Händler Ma Tsiao.

Eines Tages trafen sich die beiden Verkäufer vor dem Haus und hielten ein Schwätzchen. «Gestern hat mir Ma Tsiao meinen Lohn herabgesetzt. Er sagte, er müsse, um nicht zu verhungern, seine Kosten senken und mein Lohn sei ein ganz wesentlicher Teil dieser Kosten. Die Zeit wird immer schwerer, lieber Ho.»

Li Bin fing Meister Ho bereits an der Türe des Teppichladens ab. «Ich muss mit dir reden, guter Ho. Du weisst, Ma Tsiao verkauft seine Teppiche billiger als wir. Wenn ich nicht verhungern will, dann muss ich unbedingt auch meine Teppiche billiger verkaufen, und wir müssen Kosten sparen. Wenn du weiterhin bei mir als Verkäufer arbeiten willst, dann kannst du das. Ich muss dir aber dann deinen Lohn um ein Viertel kürzen.» Meister Ho hatte ruhig zugehört und sagte dann zu Li Bin: «Du hast zweifellos recht. Wenn Ma Tsiao seine Teppiche ständig billiger verkauft und du nicht verhungern willst, müssen wir Kosten sparen. Ich bin bereit, in Zukunft auf meinen Lohn ganz zu verzichten.»

Teppichhandel